Morgens um halb acht: Dateien lassen sich nicht öffnen, auf dem Desktop liegt eine Textdatei mit Lösegeldforderung. Ransomware-Angriffe treffen längst nicht mehr nur Konzerne, sondern vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Was Sie jetzt tun, entscheidet über den Schaden.
Sofort: Isolieren statt ausschalten
- Netzwerkverbindung trennen: LAN-Kabel ziehen, WLAN deaktivieren – bei allen betroffenen Geräten.
- Geräte nicht ausschalten: Im Arbeitsspeicher können wichtige Spuren liegen.
- Keine Backups anschließen: Externe Festplatten jetzt nicht verbinden, sonst werden sie mit verschlüsselt.
In den ersten 15 Minuten: Hilfe holen
Rufen Sie Ihren IT-Dienstleister an. Kunden von Crämer IT-Solutions erreichen uns unter +49 (0) 2373 981999-0 – mit entsprechendem Servicelevel auch außerhalb der Geschäftszeiten. Informieren Sie die Geschäftsführung.
In der ersten Stunde: Lage einschätzen und dokumentieren
- Welche Systeme sind betroffen, welche nicht?
- Fotos der Lösegeldforderung und Fehlermeldungen machen.
- Zeitpunkte und Beobachtungen notieren.
- Zugangsdaten von einem sauberen Gerät aus ändern.
Melden
Bei einer möglichen Verletzung personenbezogener Daten muss innerhalb von 72 Stunden eine Meldung an die Datenschutzaufsicht (in NRW: die LDI NRW) erfolgen. NIS-2-pflichtige Unternehmen haben zusätzlich eine 24-Stunden-Frühwarnpflicht gegenüber dem BSI. Eine Anzeige bei der Polizei (Zentrale Ansprechstelle Cybercrime) ist empfehlenswert. Informieren Sie außerdem Ihre Cyberversicherung.
Lösegeld zahlen?
Behörden raten davon ab. Es gibt keine Garantie, dass Daten entschlüsselt werden, und Sie finanzieren weitere Angriffe. Die beste Versicherung ist ein unveränderbares, getestetes Backup.
Vorbeugen ist billiger
Multi-Faktor-Authentifizierung, aktuelles Patchmanagement, EDR, segmentierte Netzwerke, unveränderbare Backups und geschulte Mitarbeitende verhindern die allermeisten Angriffe oder begrenzen ihren Schaden drastisch. Wie wir das umsetzen, lesen Sie unter IT-Sicherheit.
Fragen zu diesem Thema?
Wir beraten Unternehmen in Menden, Iserlohn, Hemer, Arnsberg und ganz Südwestfalen persönlich.




